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Eringerfeld

Historische Gebäude

Das alte Forsthaus

Anton Bress, September 2020

Das alte Forsthaus: Bruchsteinhaus mit steilem Giebel, davor herbstliche Sträucher

Im Jahre 1885 wurde das Forstamtsgebäude errichtet.

Das Forsthaus wurde 1885 errichtet. Diese Jahreszahl ist an der nördlichen Giebelwand zu sehen. Die Fertigstellung war wohl 1886, wie Karl-Josef Baron von Ketteler in seinem Aufsatz „Eringerfelder Krug-Geschichten“ (Geseker Heimatblätter 1999, Nr. 428, S. 207) berichtet, und hat 14.000 Mk. gekostet.

Bauherr war Friedrich Freiherr von Ketteler, welcher seit 1878 auf Schloss Eringerfeld mit seiner Familie wohnte. Die neue Forstrentei diente dem Oberförster Josef Kneer (*1831 †1909) neben dem Dienstsitz auch als Wohnsitz für seine Familie.

Sein Sohn Heinrich Kneer, seit 1897 bei der Frhr. v. Kettelerschen Forstrentei beschäftigt, wurde 1909 zum Oberförster ernannt und trat die Nachfolge seines Vaters an. 1923 übernahm Heinrich Kneer die Leitung aller v. Kettelerschen Forsten mit dem Titel Oberforstmeister. 1952 am 18. Januar verstarb Heinrich Kneer kinderlos.

Als letzter Förster bewohnte Oberforstmeister Hubertus Ronstedt das Forsthaus. Hubertus Ronstedt war letzter Bürgermeister von Eringerfeld und zuletzt Forstdirektor der von Kettelerschen Forstbetriebe und Verwaltung.

Anschließend wurde die Rentei vermietet und in den 1990er Jahren verkauft und ist heute in privatem Besitz.

Quellen

Geseker Heimatblätter 1999, Nr. 428, S. 207, Eringerfelder Krug-Geschichten von Karl-Josef v. Ketteler

Geseker Heimatblätter 2000, Nr. 433, S. 9f, Schnadezug und Brackenjagd – Aus den Erinnerungen des Eringerfelder Oberförsters Josef Kneer (†1909) von Karl-Josef v. Ketteler

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